Die Daten widerlegen die populäre These, „die Amerikaner verhandeln aggressiv, die Asiaten beziehungsorientiert, die Deutschen gründlich". Sie bestätigen Teile davon – und zeigen zugleich, dass jeder Stil seinen blinden Fleck hat.
Für den Mittelstand bedeutet das: Eine Methode wie das Harvard-Konzept ist nicht weniger anwendbar, weil verschiedene Kulturen verschieden verhandeln. Sie ist genau deswegen anwendbar – als gemeinsames Vokabular über kulturelle Stilfragen hinweg.
Wer als deutsches Mittelständler mit nordamerikanischen Käufern verhandelt, sollte nicht „härter" werden, sondern den Wert ausdrücklicher artikulieren. Wer mit APAC verhandelt, sollte nicht „beziehungsorientierter" werden, sondern Beziehung als Investitionszeit ernst nehmen.
