Beratung · Dossier N°02Im Mandat zuhause – Unternehmensberatung im MittelstandSchwarzwaldDACH01. Mai 2026
Dossier · Unternehmensberatung · Mittelstand

Mandat.
Nicht
Vortrag.

Eine Unternehmens­beratung in sechs Kapiteln – erzählt entlang eines Mandats, das wir geführt haben. Verdichtet, anonymisiert, vollständig wahr.

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Fig. 02Beratungsbogen · Mittelstand
AKT IDIAGNOSEAKT IIWENDEPUNKTAKT IIIÜBERGABEFREIHEITDRUCKOHNE EINGRIFFMIT MANDATEINE HAND · EIN MANDATDREI AKTE · EIN ERGEBNIS
Abb. — Der BeratungsbogenEin Mandat hat einen Anfang, einen Wendepunkt und ein Ende. Wer das vergisst, verkauft Stunden.

An einem Dienstag im Februar saß uns ein Geschäfts­führer gegenüber, der seit vierundzwanzig Jahren ein Familien­unternehmen führte. Zweihundertelf Mitarbeitende, drei Standorte, eine Marke, die in ihrem Segment ein Begriff ist.

Er sagte den Satz, den wir oft hören – und der selten ehrlich gemeint ist: „Wir wissen nicht, wo wir in fünf Jahren stehen.“

Er meinte: Wir wissen es. Wir mögen die Antwort nur nicht. Die Marge sank seit achtzehn Monaten. Der Erbgang stand bevor. Die Bank hatte höflich nachgefragt.

Was folgte, war kein Konzept­papier. Es war ein Mandat in drei Akten.

Die Diagnose.
Drei Befunde in vier Wochen.

Wir haben in den ersten dreißig Tagen nicht beraten. Wir haben gelesen, gehört, gerechnet.

01Strukturschulden

Was geerbt wurde, war nie geprüft worden.

Die Organisations­struktur stammte aus dem Jahr 2008. Vier Vertriebs­gebiete, drei Produktsparten, zwei Lager, keine Matrix dazwischen. Die Marge sank, weil Kosten an Stellen entstanden, die niemand mehr verantwortete.

−4,2 PP
EBIT-Marge in 18 Monaten
02Verhandlungs­blindheit

Konditionen wurden verlängert, nicht verhandelt.

Die zwölf größten Lieferanten­verträge waren seit drei bis sieben Jahren im Bestands­modus. Niemand kannte das BATNA. Niemand hatte den Walk-Away-Punkt definiert. Der Einkauf verhandelte nicht – er verlängerte.

0 / 12
Verträge in aktiver Verhandlung
03Erbschafts­müdigkeit

Die nächste Generation war da – und still.

Die Tochter, fünfunddreißig, betriebs­wirtschaftlich exzellent, war seit zwei Jahren im Unternehmen. Ihr Mandat war nie geschrieben. Sie wartete auf eine Übergabe, die niemand vorbereitete. Dieses Schweigen war teurer als jede Beratung.

dokumentierter Übergabe­plan

Der Wendepunkt.
Eine Sitzung, drei Stunden.

Es gibt einen Moment in jedem Mandat, an dem aus Diagnose Bewegung wird. In diesem Fall war es eine Sitzung an einem Donnerstag­nachmittag. Vater, Tochter, Berater. Drei Stunden. Kein Slide. Eine Tafel.

Wir hatten nicht über Strategie gesprochen. Wir hatten drei Sätze auf die Tafel geschrieben – jeden mit einer Frage darunter, die niemand seit Jahren gestellt hatte. Was darf bleiben? Was muss gehen? Wer entscheidet das wann?

Strategie­beratung ist kein Konzept­papier. Sie ist die Erlaubnis, die richtigen Fragen laut auszusprechen.

Was sich an diesem Nachmittag verschob

Erstens. Der Vater nannte ein Datum für seinen Rückzug. Zum ersten Mal. Sechsunddreißig Monate, nicht „bald“.

Zweitens. Die Tochter erhielt ein Mandat, schriftlich, mit Befugnissen und einer Liste von vierzehn Entscheidungen, die ab dem folgenden Quartal ausschließlich bei ihr lagen.

Drittens. Die Vertriebs­gebiete wurden zur Diskussion gestellt. Nicht als Reform­ankündigung – als echte Frage: braucht ein Mittelständler in 2026 noch vier davon? (Die Antwort lautete: zwei.)

Drei Stunden. Eine Tafel. Drei Entscheidungen, die alle zuvor fünf Jahre vermieden hatten. Das ist Beratung.

Methodik dahinter → Akt III

Die Methodik.
Vier Phasen, eine Hand.

Wir nennen es den Beratungsbogen – analog zum Verhandlungs­bogen, den unsere Trainings vermitteln.

I
Diagnose

Vier Wochen, kein Slide.

Inhouse, ohne Junior-Team. Wir lesen Verträge, hören Mitarbeitenden zu, prüfen Zahlen. Das Ergebnis ist ein Befund von höchstens zwölf Seiten – inklusive der Sätze, die der Mandant selbst nicht schreiben würde.

II
Klärung

Drei Entscheidungen, schriftlich.

Wir moderieren die Sitzung, in der die Eigentümer die Fragen entscheiden, die sie zuvor vermieden haben. Das Protokoll ist verbindlich. Es enthält Datums­angaben, keine Adverbien.

III
Umsetzung

Sechs bis achtzehn Monate, eine Hand.

Wir begleiten die Umsetzung selbst. Keine Übergabe an Implementierungs­partner, kein Co-Berater, kein Subteam. Was wir empfehlen, setzen wir mit um – inklusive der unangenehmen Verhandlungen.

IV
Übergabe

Wir verlassen das Mandat vollständig.

Am Ende steht ein Unternehmen, das ohne uns weiter funktioniert. Methodik, Tools und Verhandlungs­ergebnisse bleiben dokumentiert im Haus – nicht in unserer Cloud.

Das Ergebnis.
In Zahlen, die der Steuer­berater nachvollziehen kann.

+5,8PP
EBIT-Marge

gegenüber dem Tiefpunkt vor Mandatsstart, gemessen nach 14 Monaten.

7 / 12
Lieferantenverträge neu verhandelt

nominale Einkaufs­ersparnis 1,9 M EUR p. a.

36Mon.
definierter Übergabe­horizont

inkl. notarieller Anteils­regelung und schriftlichem Befugnis­katalog.

2 / 4
Vertriebsgebiete

bei gleichbleibender Umsatz­flächen­abdeckung. Personal: gleich.

Diese Zahlen stammen aus einem konkreten Mandat. Wir nennen sie hier – ohne Name, ohne Branche, ohne Standort. Wer ein Mandat dieser Art beginnt, soll wissen, dass es nicht „Beratung im Allgemeinen“ ist, sondern eine Investition mit dokumentierter Rendite.

Achtzehn Monate später war das Mandat beendet. Nicht abgebrochen – beendet. Mit einem schriftlichen Übergabe­protokoll, einer letzten Sitzung, einer Rechnung, einem Händedruck.

Wir verlängern Mandate nicht, weil wir können. Wir beenden sie, wenn das Unternehmen ohne uns weiter funktioniert. Das ist seltener Standard, als die Branche behauptet.

Der Geschäfts­führer rief drei Monate später noch einmal an. Nicht für ein Folge­mandat. Für einen Termin. Er hatte den Wein dabei.

Diagnose.
Wendepunkt.
Übergabe.

Wenn Sie an einem Punkt stehen, an dem die nächste Entscheidung keine Verlängerung der letzten sein darf – sprechen wir. Erstgespräch kostenfrei und vertraulich, 45 Minuten, Inhalt: was Ihre eigentliche Frage ist.

FormatInhouse · Schwarzwald & DACH
HonorarFestpreis je Akt, nie Stundensatz
NDAstandardmäßig vor Erstgespräch
MandantGF / Inhaber:in / Beirat im Mittelstand
ReaktionAntwort innerhalb eines Werktags